Übergabe des neuen Notfall-KTW an das DRK Holzminden

Uwe Schünemann übergibt den ersten Notfall-KTW auf Basis der neuen Medizinischen Task Force (MTF) an das DRK Kreisverband Holzminden.

Ein Platz für Zwei im Notfall-Krankentransportwagen des DRK Holzminden

 

Gerhard Notbohm ist ein cooler Typ - oder etwas altmodisch ausgedrückt: ein besonnener Mann. Da verwundert es fast schon, wenn der Kreiseinsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes sagt: „Eine Katastrophe ist auch, wenn aufgrund eines Betriebsunfalls plötzlich 50 Personen wegen möglicher Verätzungen der Atemwege schnellstens zu mehreren Krankenhäusern in der Umgebung transportiert werden müssen und man hat nicht genügend Transportkapazität.“ Das kann man nachvollziehen und stellt sich augenblicklich vor, man wäre Betroffener und würde in einer langen Warteschlange auf Hilfe anstehen.

Und weil Gerhard Notbohm gern möglichst schnell hilft, ist er der Glücklichste in der Runde, als am 17. Dezember 2008 der DRK-Kreisverband Holzminden einen Notfall-Krankentransportwagen der neuesten Generation in Dienst stellen kann. „Der schließt zum einen eine Lücke, da kürzlich zwei Einsatzfahrzeuge aus Altersgründen ausgesondert werden mussten, zum anderen haben wir schon jetzt einen Schritt in Richtung Medizinische Task Force (MTF) getan, die ab dem Jahre 2010 bundesweit gesetzlich vorgeschrieben ist“, begründet Notbohm die 85.000 Euro teure Anschaffung.

Eingesetzt wird dieser Notfall-Krankentransportwagen vom Typ B bei Katastrophen und Großschadensereignissen oder auch zur Unterstützung des normalen Rettungsdienstes. Die Besonderheit bei diesem Fahrzeug ist. dass es nach dem gleichen Konzept gebaut wurde wie die Notfall-Krankentransportwagen der Zukunft bei der Medizinischen Task Force (MTF), die ab 2010 den Katastrophenschutz des Bundes bestücken.

Der Typ B (1) ist mit zwei Patiententragen ausgestattet. Dies erlaubt den Transport und die Erstversorgung von zwei Verletzten oder Erkrankten. Als KTW-2 ist das Fahrzeug direkter Nachfolger des bewährten KTW-4. Der Notfall-KTW führt die Sanitätsausstattung nach EN 1789 mit, das sind: Fahrtrage Stollenwerk einschl. Nottrage, Schaufeltrage, Vakuummatratze und Krankenstuhl sowie eine spezielle Katastrophenschutz-Ausrüstung. Weiterhin befindet sich ein pneumatisch gedämpfter Ambulanztisch vom Typ Hydropuls Komfort an Bord. Angesichts der zunehmenden Anzahl übergewichtiger Menschen ist der Tragetisch bis zu 250 Kilogramm belastbar. Die zweite Trage ist seitlich verstaut und kann bei Bedarf einfach heruntergeklappt werden.

Die Anschaffung des Fahrzeugs wurde mit 60.000 Euro durch das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Integration gefördert. Der DRK-Kreisverband Holzminden musste 15.000 Euro selbst aufbringen. Bei der Übergabe sprach Uwe Schünemann MdL dem Kreisvorsitzenden Manfred R. Günther besonders für diese Leistung seinen Dank aus.

http://www.fwnetz.de/2008/09/26/notfall-ktw-als-teil-des-ausstattungskonzeptes-des-bundes/

 

 

 

Uwe Schünemann MdL

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