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Kooperative Regionalleitstelle Weserbergland in Betrieb genommen |
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Mein Grußwort anlässlich der Einweihung der "Kooperativen Regionalleitstelle Weserbergland"
in Hameln am 29. August 2008:
"SICHERHEIT AUS EINER HAND" habe ich mir erhofft, als ich vor gut drei Jahren die Kommunen und die Polizei gebeten habe, ergebnisoffen und intensiv die Bildung Kooperativer Regionalleitstellen zu prüfen. Die freiwillige Zusammenarbeit unter einem Dach schien bereits damals in fachlicher und wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoller und zukunftsträchtiger zu sein als das bisherige Vorhalten getrennter Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
Sie haben hier in Hameln sehr frühzeitig mit konkreten Planungen begonnen und eine gemeinsame Vision entwickelt. Vor etwa einem Jahr haben wir hier bereits eine Gemeinsame Absichtserklärung über die Errichtung und den Betrieb einer Kooperativen Leitstelle unterzeichnet. Und nun ist es geschafft: Ich bin heute sehr gern hierher gekommen, um mit Ihnen zusammen die "Kooperative Regionalleitstelle Weserbergland" einzuweihen, zu der ich Ihnen sehr herzlich gratuliere.
Wer die Notrufnummern 110 oder 112 wählt, befindet sich meist in einer emotional sehr belasteten Situation und erwartet eine unverzügliche und professionelle Reaktion von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. In diesen Kernbereichen der hoheitlichen Gefahrenabwehr kommt es immer stärker auf einen Punkt an: Vorhandene Kräfte zu bündeln, den Ressourceneinsatz zu optimieren und Synergieeffekte stärker als bisher zu nutzen.
Was letztlich zählt ist, dass Gefahren erfolgreich bewältigt werden, das effizient geholfen wird. Es ist deshalb ein wegweisendes Signal für eine innovative Sicherheitsorganisation, dass hier im Weserbergland Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei die erste Kooperative Regionalleitstelle in Niedersachsen bilden.
Bei uns werden bis zum Jahr 2011 fünf weitere Leitstellen dieser Art eingerichtet. Und ich bin der festen Überzeugung, dass Kooperative Leitstellen nicht nur in Niedersachsen das Modell der Zukunft sind. Wir leisten in diesem, für uns alle so wichtigen Bereich Pionierarbeit und sammeln neue Erfahrungen, die uns eine ständige Professionalisierung ermöglichen.
Ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg wird die Einführung des Digitalfunks sein. Die Landesregierung stellt in den nächsten Jahren etwa 236 Millionen € für die Errichtung und den Betrieb dieses Funknetzes in Niedersachsen zur Verfügung. Verbesserte Sprachqualität und Abhörsicherheit gehören zu den prägenden Merkmalen dieser Kommunikationstechnik.
Sieht man allerdings genauer hin, so stellt man fest::
Der Digitalfunk kann die Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe im Einsatzmanagement von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in den nächsten Jahren stärker unterstützen, als wir bisher geglaubt haben. Der Schlüssel zum Erfolg ist hier das optimale Zusammenspiel von Einsatzleitsystemen und Digitalfunk. Es wird uns eine noch professionellere Aufgabenwahrnehmung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens ermöglichen.
Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich ein modernes, gemeinsames Einsatzleitsystem, das das Potenzial des Digitalfunks nutzen kann und gleichzeitig den Anforderungen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gerecht wird.
Das Leistungsverzeichnis für dieses Einsatzleitsystem ist durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Kommunen und Polizei definiert worden. Der Bericht wird mir in etwa vier Wochen vorliegen. Niedersachsen wird dieses System noch in diesem Jahr ausschreiben und damit die Möglichkeit schaffen, in den Kooperativen Leitstellen nach der Einführung des Digitalfunks mit einer gemeinsamen, leistungsfähigen Einsatzleitsoftware zu arbeiten.
In der Kooperativen Regionalleitstelle Weserbergland wird dieser Schritt auch zu einer partiellen Erweiterung des Zuständigkeitsbereiches führen. Nach der Einführung des Digitalfunks und der neuen Leitstellensoftware, wird der polizeiliche Teil der Leitstelle auch das Einsatzgeschehen der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg koordinieren.
Ich habe es anlässlich der Unterzeichnung der Gemeinsamen Absichtserklärung schon gesagt: Ich würde mich wirklich freuen, wenn auch die Landkreise Nienburg und Schaumburg diesen fachlich und wirtschaftlich sinnvollen Schritt gehen und der Kooperation hier in Hameln beitreten würden. |